Unterschiedliches Login für Konto und IMAP

Hi zusammen!

Ich bin ein ganz “neuer” Anwender von eGrouWare und bin bisher begeistert von den Funktionen.
Ich habe eine Frage zum Login-Prozedere:

Folgende Ausgangssituation:
eGroupWare-Installation auf einem Webspace-Account (sysprovide) - läuft super.
In eGroupWare habe ich ein IMAP-Konto angelegt.
Bisher habe ich es so angelegt dass ich für den Login in eGroupWare einen Benutzer (Vorname) + sicheres Passwort vergeben habe.
Dann habe ich in den eMail-Kontendaten ANDERE Login-Daten (sehr kryptischer Benutzername, leider nicht änderbar + Passwort) hinterlegt mit welchem sich EGW auf dem IMAP-Mailserver einloggt.

Allerdings werden diese Kontendaten ja im Klartext in der Datenbank hinterlegt so dass ich das gerne anderes machen würde.

Frage daher: Ist es irgendwie möglich EGW beizubringen das er bei der IMAP-Anmeldung den hinterlegten Benutzernamen (also den kryptischen, in den IMAP-Kontoeinstellungen hinterlegt) + das EGW-Login-Passwort verwendet (ich also das entsprechende Feld in den IMAP-Einstellungen nicht ausfülle?

Ich habe das Feld versuchsweise mal leer gelassen - was erwartungsgemäß nicht funktioniert hat.

Man kann ja sehr wohl die EGW-Loindaten auch für IMAP verwenden (ist ja mehr oder wenig Standard), ist es auch möglich hier NUR das Passwort zu verwenden?

Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt. Vielleicht kann mir ja einer von euch einen Denkansatz geben…

Vielen Dank schon im Voraus!

Gruß

Hi!
Ich habe nur einen Lösungsvorschlag, die mcrypt-Erweiterung von PHP.
Sie lässt sich im Header Admin-Bereich aktivieren. Dadurch werden nur
Hashes, keine Klartext-Passwörter gespeichert.

Eine Frage:
Welche Gefahren für die Integrität der Passwörter siehst du?

Ich setze voraus, dass die E-Mail-Konten auch beim Server des
Web-Hosters liegen. Werden denn die Passwörter auf diesem Mail-Server im
Klartext oder wirklich als Hash abgelegt?
Wenn Klartext, geht es um den Schutz vor Zugriffen von Mitarbeitern des
Hosters (was ist sicherheitstechnisch der Vorteil, wenn die
Klartext-Passwörter statt in der Datenbank des DBMS in der des
Mail-Servers liegen?)?

Grüße,

Sebastian


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egroupware-german@lists.sourceforge.net
https://lists.sourceforge.net/lists/listinfo/egroupware-german

Hi,

vielen lieben Dank für die Antwort.
Nunja - ich bin wie gesagt neu bei EGW und habe wenig Erfahrung mit MySQL (insbesondere was Zugriffsmöglichkeiten von außen und der Verarbeitung der Datenbankeinträge innerhalb von EGW angeht). Aus grundsätzlichen sicherheitstechnischen Überlegungen sollte in meinem Verständnis ein Passwort niemals in Klartext abgelegt werden - immerhin entsteht hierbei ein potentielles Sicherheitsrisiko. Ich weiß nicht inwieweit dies gerechtfertigt ist.

Ich habe nun einmal eine neue Installation von EGW mit eingeschaltetem mcrypt aufgebaut.
Allerdings musste ich festellen dass nun immernoch die Passwörter der IMAP Konten im Klartext abgespeichert werden (z.B. in Tabelle ‘egw_felamimail_accounts’). Muss ich hier noch etwas zusätzlich einstellen oder ist dies ein Bug (wie hier beschrieben: http://www.egroupware.org/egroupware/index.php?menuaction=tracker.tracker_ui.edit&tr_id=1894)

Eine andere Sache ist mir hierbei noch aufgefallen. Vielleicht kann dies jemand nachvollziehen: Wenn ich das Standardkonto in emailadmin einrichte (IMAP, währens des Setups) und hier alle Kennwörter hinterlege so kann er nicht mit dem IMAP-Server verbinden: ‘NO, authetification failure’.
Hinterlege ich dageben DIE GLEICHEN Daten in den "persönlichen Identitäten’ klappt der Zugriff. Die hinterlegten Zugangsdaten stimmen in beiden Fällen (Lässt sich ja sehr einfach nachvollziehen dank fehlender Verschlüsslung in der DB, hehe)

Vielen Dank!

Gruß

Hi,

vielen lieben Dank für die Antwort.
Nunja - ich bin wie gesagt neu bei EGW und habe wenig Erfahrung mit MySQL
(insbesondere was Zugriffsmöglichkeiten von außen und der Verarbeitung der
Datenbankeinträge innerhalb von EGW angeht). Aus grundsätzlichen
sicherheitstechnischen Überlegungen sollte in meinem Verständnis ein
Passwort niemals in Klartext abgelegt werden - immerhin entsteht hierbei ein
potentielles Sicherheitsrisiko. Ich weiß nicht inwieweit dies gerechtfertigt
ist.

Ich habe nun einmal eine neue Installation von EGW mit eingeschaltetem
mcrypt aufgebaut.
Allerdings musste ich festellen dass nun immernoch die Passwörter der IMAP
Konten im Klartext abgespeichert werden (z.B. in Tabelle
’egw_felamimail_accounts’). Muss ich hier noch etwas zusätzlich einstellen
oder ist dies ein Bug (wie hier beschrieben:
http://www.egroupware.org/egroupware/index.php?menuaction=tracker.tracker_ui.edit&tr_id=1894)

Crypt und MD5 berechnen für einen beliebigen Eingabestring einen Hash.
Der Hash hat Eigenschaften, die für das Prüfen des EGroupware-Passwortes
nützlich sind.
Es ist fast unmöglich, dass zwei verschiedene Eingaben genau denselben
Hash-Wert ergeben;
die Funktion liefert bei gleichem Passwort immer den gleichen Hash;
Es lässt sich nicht vom Ergebnis auf die Eingabe schliessen (klar, außer
durch Ausprobieren).
Das Passwort für die Benutzeranmeldung muss nicht mehr in der Datenbank
gespeichert werden.

Für die Anmeldung an einem Mail-Server muss in der Regel eine
Kombination von Benutzername und Passwort geliefert werden, damit der
Server authentifizieren kann. Der Unterschied ist, dass EGroupware diese
Kombination kennen muss, um sie ausliefern zu können, also kann mdcrypt
nicht helfen.
Wohl kann das Passwort aber SSL-verschlüsselt übertragen werden.

Die grundsätzliche Überlegung, ein Passwort niemals im Klartext zu
speichern finde ich sicher richtig.
Ein Angreifer muss schon Zugriff auf die Datenbank haben (und kann den
ganzen Inhalt auslesen!).
Nehmen wir an, dass das Passwort verschlüsselt in der DB abgelegt ist.
EGw hat also eine Funktion, um zu verschlüsseln und um das
verschlüsselte Passwort wiederherzustellen.
Ein Angreifer könnte kurz gesagt versuchen, die gleiche Funktion zu
nutzen, um das Passwort zu berechnen. Eine zusätzliche Hürde könnte
sein, dass das vom Web-Server beschreibbare Dateisystem eingebunden wird.
Dadurch muss der Angreifer auch das Dateisystem lesen können, z.B.
FTP-Zugriff haben oder den Web-Server erfolgreich angreifen.
Mit dem Zugriff auf das Dateisystem im Kontext des FTP- oder Web-Servers
besteht immerhin die Möglichkeit, das Klartext-Passwort für die
EGw-Datenbank auszulesen.

Umgekehrt, bei jeder Anmeldung über HTTP oder FTP wird die
Authentifizierung im Klartext übertragen, und jeder Teilnehmer der
Übertragung kann einfach mitlesen.
Du musst zumindest deinem Provider und dem Webhoster voll vertrauen, und
zumindest sicherstellen, dass weder auf deinem Internet-Router noch auf
deiner Maschine mitgelesen wird.

Grüße,

Sebastian

Eine andere Sache ist mir hierbei noch aufgefallen. Vielleicht kann dies
jemand nachvollziehen: Wenn ich das Standardkonto in emailadmin einrichte
(IMAP, währens des Setups) und hier alle Kennwörter hinterlege so kann er
nicht mit dem IMAP-Server verbinden: ‘NO, authetification failure’.
Hinterlege ich dageben DIE GLEICHEN Daten in den "persönlichen Identitäten’
klappt der Zugriff. Die hinterlegten Zugangsdaten stimmen in beiden Fällen
(Lässt sich ja sehr einfach nachvollziehen dank fehlender Verschlüsslung in
der DB, hehe)

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Gruß


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.

Ein Angreifer könnte kurz gesagt versuchen, die gleiche Funktion zu
nutzen, um das Passwort zu berechnen. Eine zusätzliche Hürde könnte
sein, dass das vom Web-Server beschreibbare Dateisystem eingebunden wird.
Dadurch muss der Angreifer auch das Dateisystem lesen können, z.B.
FTP-Zugriff haben oder den Web-Server erfolgreich angreifen.

Nicht zuende gedacht - mit Zugriff auf die DB kann der Angreifer
natürlich den Code ändern, den der Web-Server ausführt, dann ist auch
das Dateisystem nicht mehr sicher.
(c:}=
Schon klar.


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Hi,

vielen Dank für die Umfassende Antwort.
Ich werde es dann so handhaben und die Passwörter im Klartext hinterlegen!
Danke auch für die tolle Erklärung zu mcrypt!

Gruß